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Zur Vorbereitung auf die Fernuniversitäts-Prüfung in

„Fiskalpolitik" - Bestandteil der AVWL-Klausur (Professor Eichner) -

wird das folgende Skript angeboten.

 

Fiskalpolitik in der geschlossenen Wirtschaft

Ziel dieser Arbeit ist es wichtige Themenbereiche der Fiskalpolitik für die Prüfung in „Fiskalpolitik“ verständlich darzustellen. Es werden Grundkenntnisse in der Mathematik (totales Differential) und der „Makroökonomik“ vorausgesetzt.

In diesem Skript werden die Möglichkeiten der Regierung einer Beeinflussung der Güternachfrage und Produktion in einer geschlossenen Wirtschaft untersucht. Die Wirkungen der Fiskalpolitik werden mit dem „Keynesianischen Grundmodell“ dargestellt, das der Student schon im Kurs „Makroökonomik“ kennengelernt hat. Dieses Modell wird „Schritt für Schritt“ (von Kapitel zu Kapitel) durch die Einbeziehung einer Staatssaldogleichung, eines preisabhängigen Nominallohnes, einkommensabhängiger direkter und indirekter Steuern und durch die Berücksichtigung von Vermögenseinflüssen klausurrelevant erweitert.

Im Zentrum der Analyse steht die kredit- und steuerfinanzierte Staatsausgabenerhöhung. Es wird aufgezeigt, dass der Erfolg fiskalpolitischer Maßnahmen nicht nur von der Art der Finanzierung, sondern auch vom Verhalten der Marktteilnehmer abhängig ist. In diesem Kontext wird die Bedeutung der Zinselastizitäten, der Lohn-Preis-Elastizität und der Vermögenseinflüsse für die Wirksamkeit der Fiskalpolitik intensiv besprochen.

Die ökonomische Interpretation d.h. die Darstellung von Ablaufprozessen unter Einbeziehung der Ereignisse auf dem Wertpapiermarkt bekommt einen hohen Stellenwert. Der für die Klausur extrem relevante „Crowding-Out-Effekt“ wird hierdurch erst für den Studenten absolut verständlich.

Die „Multiplikatoren“ werden berechnet und Term für Term ausführlich interpretiert. Bei dieser Interpretation wird zwischen Anstoßeffekten, Folgeeffekten, Dämpfungseffekten und Verstärkungseffekten unterschieden. Damit der Leser bzw. Student die Multiplikatoren vollkommen versteht, wird jeder einzelne Term eines Multiplikators anschließend noch separat mathematisch hergeleitet und interpretiert.

Die mathematischen Ausführungen sind breit angelegt (mehr als 450 Gleichungen): Nicht der kleinste Rechenschritt wird „verschwiegen“.

Das Skript enthält 34 Abbildungen. Diese Abbildungen beinhalten jeweils eine grafische Darstellung der fiskalpolitischen Wirkungen (IS-LM-AS-AD-Kurven).

Es werden nun die im Skript besprochenen Themen und zentrale Aussagen und Ergebnisse des (erweiterten) Modells kurz vorgestellt.

Die Fiskalpolitik ist untrennbar mit dem Namen John Maynard Keynes verbunden, der aus seiner Kritik an der Neoklassik die Forderung nach einer in den Wirtschaftskreislauf eingreifenden Wirtschaftspolitik (Fiskalpolitik) ableitete. Die Bedeutung keynesianischer Ideen für die Fiskalpolitik wird erst durch einen Vergleich deutlich, so dass in Kapitel 2 sowohl die zentralen Hypothesen und Paradigmen der „keynesianischen“ als auch der „neoklassischen“ Theorie kurz vorgestellt werden.

In Kapitel 3.1 werden die Gleichungen des Grundmodells - einschließlich der Staatssaldogleichung - ausführlich erläutert und grafisch dargestellt.

In Kapitel 3.2 werden die sich bei einkommensunabhängiger Besteuerung (Pauschalbesteuerung) ergebenden Produktions- Zins- und Preiswirkungen einer kredit- und steuerfinanzierten Staatsausgabenerhöhung beschrieben und ebenfalls grafisch dargestellt.

Der „unvollständige Crowding-Out-Effekt“ wird unter Heranziehung der Wertpapiermarktgleichung verständlich dargestellt. Es wird hierdurch für die meisten Studenten erstmals nachvollziehbar, dass eine staatliche Beeinflussung der gesamtwirtschaftlichen Güternachfrage eine zinselastische Geldnachfrage vorrausetzt.

Da das Modell eine reallohnabhängige Arbeitsnachfrage unterstellt, ist für den Erfolg fiskalpolitischer Maßnahmen auch die „Lohn-Preis-Elastizität“ von großer Bedeutung. Es wird aufgezeigt, dass die Regierung die gesamtwirtschaftliche Produktion nur im Falle einer Lohn-Preis-Elastizität kleiner Eins beeinflussen kann.

Es wird zusätzlich verdeutlicht, warum die Produktionswirksamkeit der Fiskalpolitik mit höherer Zinselastizität der Geldnachfrage, geringerer Zinsabhängigkeit der Investitionen und geringerer Lohn-Preis-Elastizität zunimmt.

Der im Skript erbrachte Vergleich der Finanzierungsarten (Steuer- versus Kreditfinanzierung bei Pauschalbesteuerung) bringt zum Ausdruck, dass bei einer Lohn-Preis-Elastizität kleiner Eins und bei zinsabhängiger Geldnachfrage eine Kreditfinanzierung größere Wirkungen auf die Produktion aufweist als eine Steuerfinanzierung. Bei der Analyse der Steuerfinanzierung wird intensiv auf den „Haavelmo-Multiplikator“ eingegangen. Es werden alle Bedingungen herausgearbeitet, die zum „Haavelmo-Multiplikator“ führen.

In Kapitel 3.3 werden die sich bei einkommensabhängiger Besteuerung (Einkommenssteuer) ergebenden Produktions- Zins- und Preiswirkungen einer kredit- und steuerfinanzierten Staatsausgabenerhöhung beschrieben und grafisch dargestellt. Es wird auch der Einfluss indirekter Steuern auf die Wirksamkeit der Fiskalpolitik breit erläutert.

Bei einkommensabhängiger Besteuerung ist die Produktionswirkung einer kreditfinanzierten Staatsausgabenerhöhung im Vergleich zur Pauschalbesteuerung geringer. Der Produktions-Multiplikator einer steuerfinanzierten Ausgabenerhöhung unterscheidet sich hingegen nicht vom Multiplikator bei Vorliegen einer Pauschalbesteuerung.

Bei der Interpretation des Multiplikators einer steuerfinanzierten Staatsausgabenerhöhung wird auch auf das „Überschiessen“ der Steuereinnahmen intensiv eingegangen.

Der Produktions-Multiplikator bei Kreditfinanzierung ist auch bei einkommensabhängiger Besteuerung größer als der bei einer Steuerfinanzierung.

Ebenso wird erklärt, warum bei Finanzierung einer Staatsausgabenzunahme mit indirekten Steuern die Wirkung auf die Produktion nicht mehr eindeutig ist.

In Kapitel 3.4 wird die Bedeutung von Vermögenseinflüssen auf Konsum und Geldnachfrage für die Wirksamkeit der Fiskalpolitik ausführlich erklärt. Wenn der Staat zusätzliche Ausgaben durch Kredite finanziert, steigern Konsumvermögenseffekte die Wirkung der Fiskalpolitik auf die Güternachfrage, wohingegen Geldnachfragevermögenseffekte die Wirkung vermindern. Die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Güternachfrage und damit auch der Produktion ist daher ebenfalls nicht eindeutig. Eine Steuerfinanzierung (direkte Steuern) zeigt aber insgesamt positive Wirkungen auf Güternachfrage und Produktion.

In Kapitel 4 werden eine Übungsaufgabe (indirekte Steuern) und zwei Klausuraufgaben (Steuersenkung, Vermögenseinflüsse auf den Konsum) ausführlich gelöst.

Es können in diesem Skript natürlich nicht alle Themen bzw. Fragestellungen zukünftiger Klausuren behandelt werden. Welche Themen noch relevant sind, entnehmen Sie daher bitte den Broschüren der Fernuniversität.

Der Autor trägt allein die Verantwortung für den Inhalt seiner Skripte.

Das Skript ersetzt nicht die Materialien der Fernuniversität.

Viel Erfolg bei der Klausur.